Berufswünsche Früher – Heute. [Blogpostreihe]

Über die Blogpostreihe feat. Bloggerlounge

“Was ich als Kind werden wollte und was ich nun geworden bin.”

Von kindlichen Wünschen bis hin zur aktuellen Wirklichkeit.

habe ich hier schon berichtet. Dort findet ihr auch die Links der anderen Teilnehmer.

Kinderfoto

Heute darf ich euch von meinen Berufswünschen und meinem Werdegang berichten und ich sage es euch jetzt schon – so interessant ist es leider nicht. ;)

Geboren und erzogen wurde ich von einer Erzieherin und einem Lehrer und daher war mein Berufswunsch früher nicht Prinzessin oder Arzt. Ich wollte als Kind immer „Kindergärtnerin“ werden. Ich fand meinen Kindergarten als Kind super toll und meine Mutter hatte ebenfalls den Beruf, also ging ich davon aus, dass es wohl sicher ein toller Beruf sein wird. Mit Kindern und alle sind lieb und nett. Die Schule fand ich zwar auch toll und spielte es auch, aber dort waren dann doch alle recht „streng“ und ich wollte nicht streng sein oder schlechte Noten verteilen. Die ganze Grundschulzeit über schrieb ich in die Freundschaftsbücher also „Kindergärtnerin“, wenn es um den Berufswunsch ging. Kurzzeitig war ich auch mal Kindermodel, nachdem ich im Urlaub in St. Tropez „entdeckt“ wurde. :D

Und irgendwann kommt dann der Tag, an dem man in der Schule ein Praktikum machen muss und natürlich ging ich in den Kindergarten. In MEINEN Kindergarten und ich habe es – mehr oder weniger – nicht gemocht. Ich habe es regelrecht gehasst. Diese Erfahrung wirbelte alles durcheinander und ich orientierte mich um.

Ich wollte Innenausstatterin oder Floristin werden. Irgendwas kreatives. Ich wollte auch KEINEN Fall werden, was meine Eltern sind!!! Hattet ihr diese Phase auch? Ins Büro wollte ich nicht, ich konnte mir nicht vorstellen, 8-9 Stunden an einem Schreibtisch zu sitzen. Ich wollte irgendwie aktiv sein und so ging ich zu einem Berufsorientierungstest. Bei diesem Test kam heraus, dass ich am besten Bauarbeiter oder Gärtner werden sollte. :’D

Dann kam das Sozialpraktikum der Schule und ich ging in die Grundschule einer Schule für Schwerhörige und Gehörlose. Ich wurde in der zweiten Klasse und bei der Nachmittagsbetreuung eingesetzt und ich fand es ganz wunderbar! Ich wollte dann Grundschullehrerin werden, was meinen Lehrer-Vater natürlich freute. ;)

Da meine Noten für das Gymnasium zwar gereicht hätten, mein Selbstvertrauen aber nicht, ging ich nach der Realschule in die Fachoberschule für Sozialwesen und wollte danach über Umwege Grundschullehrerin werden. Da zu der Fachoberschule wieder ein Praktikum gehörte, absolvierte ich mein Praktikum wieder an der Grundschule für Schwerhörige und Gehörlose. Diesmal hatte ich aber sehr merkwürdige Anleiter und mein Wunsch, Grundschullehrerin zu werden, wurde im Keim erstickt. Es gab aber noch die Nachmittagsbetreuung und dort bekam ich von den Erzieherinnen und Erziehern ganz viel Unterstützung und auch im dazugehörigen Internat eine ganz tolle Anleitung. Außerdem fing ich an, in der Kinder- Teen- und Jugendarbeit der Kirche ehrenamtlich mitzuhelfen [Das habe ich übrigens noch sehr sehr lange gemacht und helfe manchmal noch immer aus…]

Nach der Fachoberschule war ich noch immer ratlos und meine Noten waren für ein Studium [Soziale Arbeit/ Pädagogik der Kindheit] zu schlecht – 4 Jahre Wartezeit wollten überbrückt werden.

Ratlosigkeit und Tränen… ich versuchte es mit einem FSJ.

So ein Freiwilliges Soziales Jahr kann ich jedem nur empfehlen. Ich war noch immer nicht sicher… sollte ich Erzieherin werden? Oder lieber nicht? Positive Rückmeldung von allen Seiten, dass ich es doch eigentlich total gut machen und der Beruf zu mir passen würde. Ich habe mich in Heimen, Wohngruppen, Krippen, Kitas usw. beworben und bekam dann mehrere Vorstellungsgespräche. In Heim und Wohngruppe bekam ich eine Absage, weil sie sich für einen Mann entschieden hatten. Wieder Tränen und Verzweiflung.

Dann bekam ich eine Rückmeldung… eine ZUSAGE! Für MEINEN alten Kindergarten, in dem ich ja schon ein – blödes – Praktikum gemacht hatte. Ich unterschrieb den Vertrag für eine gemischte Gruppe von 0-6 Jahren und es wurde ein wunderbares Jahr und meldete mich dann für die Akademie für ErzieherInnen an. Mein Vorpraktikum hing ich in MEINER KiTa dann direkt an und mein Anerkennungsjahr machte ich auch dort. Nach 4 Jahren Ausbildungszeit habe ich dann auch mit super Noten abgeschlossen. Nachteil der Ausbildung war nur, dass man in Unter- und Oberstufe kein Geld verdient und so habe ich jeden Tag nach der Schule in einem Privathaushalt als Kinderbetreuerin gearbeitet. [Kinder von Schule & Kita abholen, nach Hause bringen, zum Fußballtraining bringen, usw. ] Die Kinder waren aber auch immer so nett und lieb, dass ich neben der Betreuung noch lernen und Hausaufgaben machen konnte! Die Eltern der Kinder hatten dafür auch viel Verständnis und ich war 2 Jahre lang dort eingestellt, bis ich wegen dem Anerkennungsjahr kündigen musste. :)

Ich bin nun seit über einem Jahr staatlich anerkannte Erzieherin so wie ich es mir als Kind wünschte – in MEINER Kindertagesstätte, in der ich als Kind war. In der ich mein erstes Praktikum machte, in der ich  mein FSJ und die Hälfte meiner Ausbildung absolvierte.

[und es ist nicht so, als würde es hier nicht noch andere Kindertagesstätten geben, aber sie ist auch einfach die BESTE im Umkreis! :D …]

Schaut doch auch mal bei { Lolo } vorbei, die gestern über das Thema gebloggt hat! Morgen folgt dann der Beitrag von { Petra }!

 

 

 

 

Btw: Akismet löscht mir dauernd angebliche Spam- Kommentare! Von 3 Kommentaren konnte ich bisher nur einen Kommentar irgendwie vor der Löschung retten. :/ Mir meldet es diese Kommentare auch nicht per Mail! Sorry, falls euer Kommentar geschluckt wurde!!

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Ein Gedanke zu “Berufswünsche Früher – Heute. [Blogpostreihe]

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