Geburtsvorbereitungskurs – 6. und 7. Termin / Rückblick

Der vorletzte Termin fand wieder am Donnerstag statt und handelte vom Wochenbett. Da ein weiteres Paar in der Nacht nach dem 5. Termin entbunden hatten, waren wir nur noch 4 statt 6 Paaren. Huch…

Das Wochenbett beginnt, wenn die Geburt komplett abgeschlossen ist und dauert zwischen sechs und acht Wochen. 

Soweit war ja alles klar. Nur was kommt auf uns zu? Als Paar? Als Familie? Als Frau?

Genaues kann man nicht sagen, da es wie bei der Schwangerschaft und Geburt auch, total unterschiedlich verlaufen kann.

So bekommt auch nicht jede Frau nach ca. 3 Tagen den Babyblues oder eine Wochenbettdepression. Beziehungsweise es ist bei jedem wieder anders ausgeprägt. Die Hebamme hat den Männern diesbezüglich übrigens ein paar Punkte genannt, auf die sie bei uns Frauen achten sollten und diese Auffälligkeiten dann auch mitteilen. Immerhin können diese Stimmungen auch durch einen Eisenmangel u.ä. entstehen und dann muss gehandelt werden.

Ihr werdet eure Frauen in den ersten acht Wochen vielleicht nicht wiedererkennen.

Unsere Männer schauten uns Frauen mit einem „Ohje, wird das NOCH schlimmer“- Blick grinsend an, aber man konnte ein paar Steine von den Herzen purzeln hören, als die Hebamme sagte, dass sie ja in den acht Wochen regelmäßig vorbei kommt und immer erreichbar ist, falls was sein sollte.

 

Wir sollten unsere Wünsche an Familie, Partner, Freunde und Hebamme während der Wochenbettzeit aufschreiben und vorstellen. Der Herzmann fand meine Wünsche „Verständnis, Unterstützung, vorher den Besuch anmelden und offenes Ohr“ zu allgemein. Naja, aber ich weiß ja, was ich damit meine. Und irgendwie betrifft es ja auch alle genannten.

Die Wünsche vom Herzmann waren konkreter: Zeit für das Studium, kein ständiges  „darf ich mal das Baby…“, persönliche und gegebenenfalls finanzielle Unterstützung, Harmonie (kein Reinreden, keine Diskussionen,…) und explizit von der Hebamme Aufklärung (Was und wie muss ich machen oder reagieren?).

 

Im Grunde hatten alle das Gleiche auf ihren Zetteln stehen, aber wir haben trotzdem jeden Punkt besprochen und das dauerte recht lange, denn die Hebamme ging auch auch die eventuellen Ängste ein. „Was ist, wenn unsere Wünsche nicht erhört werden?“

 

Wir redeten gut 1h darüber.

Die letzte halbe Stunde verbrachten wir noch mit Übungen zur Bauchatmung und zum Pressen. Bezüglich der Bauchatmung bin ich jetzt sehr sicher. Meine Schmerzen [Auf dem Rücken liegend einen mittelharten Igelball am Kreuzbein. Autsch…] konnte ich gut wegatmen und mich entspannen. Ich brauchte nur einen Fixpunkt oder ich schloss die Augen. Ich war irgendwann sogar ganz schmerzfrei und machte mir eher Sorgen, wie ich mich nun aus der Situation befreien solle? Sobald ich etwas anspannen wollte um von dem Igelball runter zu kommen, tat es MEGA weh. Eine fing an zu weinen, weil sie wegen der Schmerzen total verkrampfte und nicht atmen konnte. Sie ist sich jetzt noch sicherer, dass sie den Wunschkaiserschnitt will. Also ist ein Geburtsvorbereitungskurs auch dafür sinnvoll! ;)

Pressen übten wir auch noch ganz kurz. DAS gefiel dem Mädchen aber so gaaaaaaaar nicht. ;) Ich bin zuversichtlich, dass das im Fall des Falles dann schon klappen wird.

 

Dann folgte die Abschlussrunde. Was fanden wir an dem Kurs gut oder schlecht?

 

Wie fand ich den Paarkurs?

War er sinnvoll?

Was hätten die Hebammen besser machen können?

 

Meine Meinung:

Ich fand die Mischung zwischen den Übungen und der Theorie super. Von manchen wird er ja Hechelkurs genannt. Also vertönt haben wir da nun nichts und das „Kerze auspusten“ haben wir ein mal ganz kurz gemacht und es erinnerte mich eher an eine Pilatesübung, bei der man in kurzen Stößen ausatmet.

Die Männer mussten ja immer schön mitmachen und DAS fand ich ganz besonders toll. Zudem konnten sie lernen, wie sie uns die Schmerzen durch Massagen nehmen oder uns in den Wehenpausen bei der Entspannung helfen können. Die Massagen helfen ja auch schon jetzt, wenn es im Rücken mal schmerzt. Davon profitieren wir Frauen also sehr! :)

Ich finde auch, dass der Mann direkt viel mehr eingebunden wird, wenn er nicht erst im Kreißsaal erfährt, was er machen kann/soll. Er wird nicht ins „kalte Wasser“ geschmissen.

Das die Hebammen im Rahmen des Geburtsvorbereitungskurses auch die Kreißsaalführung macht, fand ich ebenfalls sehr praktisch! So spart man sich nämlich einen weiteren Termin.

Der Geburtsvorbereitungskurs mit den insgesamt 7 Terminen fand ich gut aufgeteilt und die Themen waren immer interessant. Es war wie ein wöchentliches Date, nach dem wir uns meistens mit Fast Food „belohnten“. [Sorry, ich bin ehrlich…]

Der Nachteil war nämlich, dass es von 19 bis 21 Uhr ging und wir vorher nicht zum Abendessen kamen. Danach waren wir zum Kochen zu müde. Hm…

 

Die Meinung vom Herzmann:

Er fühlt sich jetzt sicherer in seiner Aufgabe als werdender Vater und Begleitung im Kreißsaal. Die anfängliche Angst wurde ihm genommen, meint er und er fühle sich gut vorbereitet. Besonders wichtig war ihm zu wissen, wie er mir helfen kann und wann der richtige Zeitpunkt ist, ins Krankenhaus zu fahren oder die Hebamme anzurufen.

Das einzige, was ihn störte, war der Abend der vom Stillen handelte. Diesen fand er für sich weniger informativ.

 

Der Kurs kostete für den Herzmann übrigens 80 Euro. Für die Frau übernimmt die Kosten natürlich die Krankenkasse. Die Männer können sich aber auch an ihre Krankenkasse wenden und fragen, ob sie einen Teil erstattet bekommen. Einige Krankenkassen machen das nämlich! Einfach mal nachfragen! :)

 

Den Abschluss des ganzen Paarkurses krönte die Kreißsaalbesichtigung am Samstag. Zu dieser gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wir sind mit dem Navi hin gefahren, weil wir uns nicht ganz so sicher waren. Wir kamen aber super an und die Strecke ist total einfach. Auf dem Rückweg haben wir noch den Weg über die Autobahn ausprobiert, die sich wohl je nach Tageszeit besser eignet.

Wir trafen die Hebammen am Eingang und wurden durch das Krankenhauslabyrinth geführt. Der Herzmann meinte aber, er hätte sich den Weg zum Kreißsaal gut gemerkt. Na immerhin einer von uns…

Da die Station gerade im Umbau ist, sieht es wohl jede Woche ein bisschen anders aus und zur Not kann man sich ja durchfragen oder lässt sich am Pförtner von einer Hebamme abholen.

Das Wehenzimmer , in dem man auch entbinden kann wenn nichts dagegen spricht, gefiel mir am besten. Das war sehr gemütlich und wie ein großes Schlafzimmer mit großem Doppelbett. Da muss man aber auch Glück haben, da rein zu können.

Der Herzmann fand die Badewanne super. Er hatte sich diese viel kleiner vorgestellt. Mit rein gehen würde er aber nicht, weil es ihm sicher zu warm werden würde.

Neben dem Wannenzimmer ist der Notop, in den wir auch kurz reinspitzen konnten und dann gab es natürlich noch das normale Entbindungszimmer. Weniger gemütlich als das Wehenzimmer, aber es erfüllt seinen Zweck.

Besonders schön fand ich, dass die Babys auf der Wöchnerinnenstation in Babybays liegen und immer bei der Mutter sind. Man kann sie aber auch im Kinderzimmer abgeben, wenn man duschen oder mal länger schlafen möchte. Die Untersuchungen finden auch im Kinderzimmer statt. :)

Da das Stillzimmer gerade frei war, durften wir dieses auch anschauen. Dort kann man sich zurückziehen, wenn die Zimmernachbarin Besuch hat und man in Ruhe das Kind stillen oder wickeln möchte.

Generell war gerade sehr sehr wenig los und meine Hebamme wartet aktuell auf 11 Frauen mit ET in den vergangenen und kommenden Tagen!!

 

Wir beendeten die Runde nach 1,5h und verabschiedeten uns. Die zwei Paare, die aus dem Kurs mit da waren, haben nächste Woche ET. :) Ich wünsche ihnen alles Gute und vielleicht platzen die Fruchtblasen während dem heutigen Fußballspiel? Zu viel Jubel/ Aufregnung? Wer weiß.

 

Hier sind noch mal die anderen Termine im Rückblick

Geburtsvorbereitungskurs Teil 1

Geburtsvorbereitungskurs Teil 2

Geburtsvorbereitungskurs Teil 3

Geburtsvorbereitungskurs Teil 4

Geburtsvorbereitungskurs Teil 5

 

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4 Gedanken zu “Geburtsvorbereitungskurs – 6. und 7. Termin / Rückblick

  1. Jetzt müsst ihr euren Verwandten die Wünsche zum Wochenbett nur noch näherbringen ;)
    Mir graut es ja schon vor tausenden nutzlosen Geschenken :D
    Hihi, es dauert echt nicht mehr lang bei dir. :)

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