1 Woche Augustmädchen

Augustmädchen

Liebes Augustmädchen,

nun bist Du schon eine Woche bei uns und seit Donnerstag sind wir endlich zu Hause. Deine Geburt war sehr anstrengend und Du hast uns viele Sorgen gemacht, doch gleichzeitig war sie auch etwas ganz Besonderes und unbeschreiblich Schönes. Als die Hebamme Dich auf meine Brust legte, hast Du Dich ganz warm, weich und nass angefühlt und Du hast sofort aufgehört zu schreien. Ich habe Dich ganz fest gehalten, Deine Hand genommen und vor Glück geweint. Dein Papa hat ganz stolz die Nabelschnur durchtrennt. Deine kleinen Finger mit den spitzen Fingernägeln haben mich beeindruckt und Dein Papa war sofort der Meinung, Du hättest sicher mit diesen spitzen Fingernägeln die Fruchtblase geöffnet. Du hattest ganz viele lange dunkle Haare, die nun aber schon viel heller geworden sind. Bei Deiner ersten Untersuchung ein paar Stunden nach deiner Geburt hörte der Arzt komische Herzgeräusche und bestellte Dich noch am gleichen Tag in die Kinderklinik. Dein erster Ausflug mit Deinem Papa war also mit dem Taxi im MaxiCosi – den magst Du übrigens nicht sehr gerne – in die Klinik. Dort wurde ein Ultraschall gemacht und der Arzt fand zwei kleine Löcher in Deinem Herz. Dort müssen wir bald zur Kontrolle hin und wir hoffen, dass diese Löcher von allein zuwachsen. Die Motorik Deiner Zunge wollte auch noch nicht so richtig mitarbeiten und so hattest Du Probleme, an der Brust zu trinken. Durch die Gelbsucht warst Du zusätzlich sehr schwach und so nahmst Du sehr schnell zu viel ab.  Wir mussten Dich in den ersten Tagen mit abgepumpter Milch aufpeppeln und es ging Dir, kaum waren wir endlich zu Hause, immer besser. Deine Temperatur konntest Du auch noch nicht so gut halten und wir mussten Dich in der ersten Nacht zu Hause sehr warm anziehen, da die Heizung noch nicht ging. Bisher schläfst Du mit im Familienbett und nicht in Deinem Beistellbett. Die Hebamme ist mit Dir sehr zufrieden, da Du heute, genau eine Woche nach Deiner Geburt, Dein Geburtsgewicht geknackt hast! Du wiegst nun 2880g!

 

 

Mama 

Nun bin ich also seit einer Woche Mama und das Gefühl ist unbeschreiblich. Unsere Tochter, die mal ganz winzig klein in meinem Bauch war, ist nun auf der Welt. Die Zeit der Schwangerschaft verging so wahnsinnig schnell! In der ersten Lebenswoche schlitterte ich von einer Sorge in die nächste Sorge. Ich bin froh, dass wir eine sehr liebe Hebamme an unserer Seite haben. Der größte Schreckmoment war, als unsere Tochter die Grenzwerte erreichte, nichts trinken wollte und die Entlassung auf der Kippe stand. Ich bin stolz auf mich, da ich auf meine Entscheidungen bestanden und mich durchgesetzt habe. Sowohl bei der Geburt, als auch bezüglich der Entlassung. Ich schätze, früher hätte ich einfach „Ja, okay!“ gesagt. Nun will ich aber das, was für UNS ALLE am Besten ist.  Ich bin froh, dass der Herzmann mich so sehr unterstützt und sich auch nicht von Anderen reinreden lässt. Er vertraut mir und ich vertraue ihm. Zusammen schaffen wir das. Die Nächte sind ein wenig anstrengend, dafür ist tagsüber alles sehr entspannt.

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2 Gedanken zu “1 Woche Augustmädchen

  1. Schön dass ihr nach Hause durftet. Da hat man wirklich viel mehr Ruhe. Mir war es in der Klinik auch zu stressig, immer wollte jemand was und ich konnte kaum schlafen. Anna hat auch ziemlich viel abgenommen und wollte nicht an der Brust trinken. Ich pumpe also auch, kommt aber leider nicht genug und ich muss Zufüttern. Inzwischen bekommt sie fast ausschließlich Pre Nahrung. Nicht so toll aber hilft ja nix. Alles Gute für euch drei!!!!!

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