Elf Zwölf Dreizehn Vierzehn

Vor einem Jahr

11.12.13

Morgens aufgewacht und total wackelig ins Bad gehuscht.

Wenige Minuten später…

das Ja.

Statt es dem Herzmann direkt mitzuteilen direkt ein Bild gemacht und P. [du Liebe!]  geschickt.

Ich dachte ich träume oder so.

Oder ich würde ganz sicher gleich umkippen.

Mein Herz schlug bis zum Hals.

Ich musste ich beeilen.

Ich würde zu spät zur Arbeit kommen. Egal, Hauptsache um 8 Uhr da, wenn die Kinder aus der Auffanggruppe kommen.

Auf der Arbeit wartete schon die Praktikantin.

„Verschlafen?“ fragte sie.

„Nein, nein… du musst ab jetzt wickeln und schwere Sachen heben und mit den Kids aufs Klo…“

„WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?“ fragte sie.

„Ja“

„OH MEIN GOTT!“ *hier ein Quietschen einfügen*.

Ich lächelte.

So ein Goldschatz.

M.s Zweitname ist übrigens auch der Name der Praktikantin. ;)

Meine Ganztagskollegin hatte Urlaub, meine Halbtagskollegin kam später. Beiden sagten wir NICHTS! Auch sonst keinem. Am nächsten Tag war schon ein geplanter Urlaubstag meinerseits. Ein riesen Zufall.

Ich ratterte den ganzen Tag so viel vom Monats- und Weihnachtsprogramm runter, wie es mir möglich war. Sogar die monatliche Exkursion zogen wir noch durch und ich verpackte alle Geschenke, die bis zu dem Tag schon fertig waren.

Ich erklärte ihr, wie man die Weihnachtsgeschenke mit den Kids macht. Sie würde es übernehmen müssen. Es war auch nicht mehr viel. Ich lag gut im Zeitplan. Der Weihnachtstanz und die Feier waren bereits vorbei. Zum Glück.

In der Mittagspause machte ich einen weiteren Test. Den mit der Wochenbestimmung. Da stand es wieder schwarz auf weiß. Ich packte den Test mit zwei Schnullern in eine Geschenktüte und stelle sie dem Herzmann in seinen Adventskalender.

Am Nachmittag waren die Praktikantin, ich und die Kids wieder unter uns.

Wir drehten die Weihnachtsmusik [Bublé] auf und TANZTEN durch die Gruppe. Es war wundervoll. Ein besonderer Moment. Die letzten Stunden in m e i n e r Gruppe.

Als ich heim kam, wartete ich ungeduldig auf den Herzmann.

Ich lief auf und ab.

Als er kam meinte ich, er solle das Geschenk in seinem Adventskalender öffnen.

„aha, was heißt das jetzt? 1-2 Kinder?“

Männer. ;)

Er freute sich. Sehr. Wollte es am liebsten sofort jedem sagen. Ich bat ihn zu warten.

12.12.13

Ich machte morgens erneut einen Test. Wieder positiv.

Ich hatte es nicht geträumt.

Ich rief in der Arztpraxis an und sollte noch am gleichen Tag vorbei kommen.

Um 14 Uhr saß ich im Wartezimmer. Sehr sehr seeeeehr aufgeregt.

Um 15:30 verließ ich mit einem US- Bild, auf dem man noch nichts sah, die Praxis und bloggte dieses US- Bild bei 12 von 12. Außerdem musste ich mit einem Brief der Ärztin direkt zur Chefin, um ihr von der Schwangerschaft zu erzählen.

Und diese sprach mir dann erst mal ein vorläufiges Beschäftigungsverbot aus, welches einen Monat später dann von der Ärztin für die komplette restliche Zeit der Schwangerschaft ausgesprochen wurde.

Heute

11.12.14

Heute hat mein kleines Mädchen „4-Monats-Geburtstag“.

Sie ist zauberhaft. Wir sind überglücklich. Die Zeit vergeht so schnell. Am liebsten würde ich jeden Tag von vorne bis hinten filmen, um ihn fest zu halten. Ich habe Angst, vieles zu vergessen. Die wichtigen Kleinigkeiten. Ein Lächeln in einer bestimmten Situation. Ein lustiger Pups.

Unsere Tochter. Sie war so winzig. So leicht. Jetzt erscheint sie mir schon so groß.

Manchmal würde ich gerne die Zeit anhalten. Den Moment noch intensiver genießen. 

Dieses Jahr tanze ich mit ihr auf dem Arm zur Weihnachtsmusik durch die Wohnung. In einem Jahr kann sie selbst schon tanzend durch die Wohnung wirbeln.

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4 Gedanken zu “Elf Zwölf Dreizehn Vierzehn

  1. Schön hast du das geschrieben, vor allem den letzten Abschnitt – dem kann ich dir zu hundert Prozent zustimmen. Nur, dass meine Püppi schon 6 Monate alt ist und in Eiltempo über den Boden robbt, um mir in den Zeh zu beißen … was für ein Geschenk Kinder doch sind!

    Liebste Grüße von Fräulein Sonnenschein

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