Der Weg zum Wunschkind, wie alles begann.

Ich sagte immer, ich wolle keine eigenen Kinder.

Der Grund ist wohl einfach, dass ich nichts falsch machen wollte. Ich hatte Angst.

Der Herzmann und ich kamen 2005 zusammen. Unsere Eltern hatten Panik, wir würden nicht genug aufpassen… wie das halt so ist.

Ich sagte nur immer wieder, dass ich keine Kinder wollen würde. Nie. Mutter sein war für mich nicht vorstellbar. Der Meinung war ich auch noch 2007. 2007 musste ich mich aber zum ersten mal mit der „Angst“ auseinander setzen, schwanger zu sein. Kurz vor meinem 18. Geburtstag, kurz nach den schriftlichen Prüfungen.

Die Angst nahm mir der Herzmann, indem er mir sagte, dass es okay sei, wenn ich schwanger sei. Er würde gerne mit mir zusammen Kinder haben. Gerne auch schon jetzt. Wir würden das schon schaffen.

Ich war aber nicht schwanger und so trat ich mein FSJ in einer Krippe an. Babys!! Ganz wundervolle Babys! Unter anderem auch eines einer ehemaligen Mitschülerin.

Ich war hin und her gerissen. Einerseits ganz viel „awww“, andererseits aber auch viel „oh“.

Wir sprachen aber von nun an ganz offen über das Thema „eigene Kinder“ und den „perfekten Zeitpunkt“ und waren uns einig, dass wir beide unsere Ausbildung abschließen und ein wenig arbeiten möchten.

Nach dem FSJ begann ich meine Ausbildung [eigentlich wollte ich auch nie Erzieherin werden, aber durch das FSJ änderten sich all meine Pläne] und arbeitete ab 2010 nebenbei täglich nach der Schule oder dem Praktikum in einer Familie. Ich betreute zwei Jungs nach Kindergarten und Schul-Nachmittagsbetreuung, bis ihre Eltern abends nach Hause kamen. Ich mochte diese Arbeit sehr, obwohl es manchmal auch eine große Belastung war. Lernen, Kinder betreuen, Kinder zu ihren Treffen und Terminen fahren…

ABER: Ich habe genau daraus gelernt. „Ich kann alles schaffen, wenn ich es wirklich möchte!“

Nebenbei war ich tatsächlich noch 2-3x in der Woche beim Sport. Absolut irre.

Und trotz Doppelbelastung und dem Verzicht auf Partys war ich sehr glücklich. Ich war ausgeglichen, hatte Spaß, verdiente Geld und ich hatte super Prüfungen!

Im Anerkennungsjahr musste ich meinen Nebenjob aufgeben. Zeitlich war es leider nicht mehr möglich, sonst hätte ich wohl weiter gemacht.

Ich feierte 2012 was das Zeug hielt. Das Anerkennungsjahr war vorbei!  War ich vorher immer nur arbeiten (z.B. am Samstagmorgen Nachhilfe. ih…auch das manchmal noch) und hatte keine Zeit, so lebte ich mich diesmal ordentlich aus. Nach meinem Job hatte ich nun mal keine Verpflichtungen mehr. Jahrelang lernen, arbeiten, Berichte tippen, Angebote vorbereiten… Ich brauchte das! Ich tanzte bis zum frühen Morgen. Trank leckere Cocktails [meist reichte einer und ich war… sehr gut gelaunt].

Und von einem auf den anderen Tag war Schluss. Ich war zufrieden und hatte nicht mehr das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Vieles war ja dann doch mehr Schein als Sein.

Ich kehrte in mich… schwörte dem Alkohol ab. Ich kenne nämlich nur „ganz oder gar nicht“, da er bei mir immer rein knallt.

Der Herzmann und ich führten von 2005 bis 2013 eine Wochenendbeziehung. Es war klar, dass wir endlich weitere Schritte einleiten mussten und so fingen wir an, eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Der Rest dürfte bekannt sein. :)

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4 Gedanken zu “Der Weg zum Wunschkind, wie alles begann.

  1. Ach und zum Erzieherberuf: da gab es bei den Erziehern, die ich bei meinen ganzen Praktika kennengelernt habe, 2 Typen. Die, die nie eigene Kinder wollen/haben oder die, die relativ früh,mehrere Kinder haben.

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