„Bapa?“

Aktuell ist es so, dass ich das Augustmädchen gegen 20 Uhr bettfertig mache und dann gegen 20:30 Uhr mit ihr im Bett liege um sie in den Schlaf zu stillen. Je nach Lust und Laune dauert es dann so bis 21:30 Uhr. Wenn sie dann schläft schleiche ich mich aus dem [Familien-] Bett und gehe ins Wohnzimmer zum Herzmann. Wir quatschen dann noch, wie der Tag so war und dann geht er um 22 Uhr ins Bett, da er sehr früh aufstehen muss.

Meistens wird M dann noch mal wach, schläft dann aber wieder ein, weil sie ihren Papa sieht. Wenn sie doch noch mal ein wenig Trinken möchte „ruft“ sie nach mir. Also es ist eher ein motziges Knötern. Schwer zu beschreiben.

Danach habe ich manchmal 2h Zeit für mich, oder eben nur ein paar Minuten. Das variiert. Zähne, Wachstum, Verarbeiten des Tages,… kommt euch sicher bekannt vor.

Gestern war es dann etwas anders. Der Papa war nicht da, da er sehr SEHR lange auf einer Party war. [Zeit vergessen, vergessen bescheid zu sagen… nunja] Das hieß für mich, dass ich im Bett liegend, stillend mein Eis löffelte. Nix mit Sofa und Füße hoch. Schmelzen oder wieder zurück in den Gefrierschrank stellen? Nöööööö!

Sie suchte also immer wieder ihren Papa, aber irgendwann schliefen wir tief und fest ein. Für 4 Stunden, denn da wurde sie wach und suchte ihn wieder. Es war 3 Uhr. DREI UHR!

Und dann fing es an.

Sie flüsterte: „Bapa. Bapa?“

Wildes herum wälzen und auf seine Seite rutschen.

„Bapa. Bapa. Bapa.“

Ich legte sie auf meinen Bauch, sie legte ihren Kopf ab, suchte aber immer wieder. Kopf hoch. „Bapa?“

Um 3:30 Uhr wurde sie total unruhig. Erzählte in ganz normaler Lautstärke, aber „Bapa“ flüsterte sie immer wieder. Warum? Keine Ahnung. Aber um 3:34 Uhr öffnete der Papa die Wohnungstür und das Licht im Wohnzimmer ging an.

Sie lag weiterhin auf meinem Bauch, Kopf hoch, Richtung Flur gedreht. Sie erzählte weiter. Und flüsterte immer wieder „Bapa, Bapa, Bapa“.

Und er hörte sie nicht, sonst wäre er ja gekommen. Er aß noch etwas, bevor er ins Schlafzimmer kam, war erstaunt und fragte, was los sei.

Das Augustmädchen flippte fast aus vor Freude. Sie rutschte von meinem Bauch herunter und schob sich zu ihm auf die Bettseite, hielt ihn am Arm fest. Patschte ihm ins Gesicht. Quietschte.

Und immer wieder flüsterte sie „Bapa“, während sie alles andere weiterhin in normaler Lautstärke erzählte.

Während ihr Papa gegen 4:30 einschlief, war sie noch total aufgedreht. Um 5 gingen die Augen dann doch wieder zu. Zu meinem Glück.

Hm, also… erstes Wort? Ja oder nein? ;)

Das Augustmädchen ist heute 8 Monate alt.

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3 Gedanken zu “„Bapa?“

  1. Guten Abend! Hach das gibt direkt Gänsehaut, auch wenn es noch nicht das erste Wort sein sollte. Einfach mal abwarten wie sie es die nächsten Tage gebraucht. Schön sind solche Momente.

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