Acht lange Stunden

Vergangene Woche fuhren wir zu meinen Großeltern, die laut Navi genau 600km weit weg wohnen.

Zu erwartende Fahrtzeit ohne Kind – 5 Stunden, da ohne Pause möglich. Mit Kind ist klar, dass es länger wird. Nur wie lange genau kann man nie vorher sagen.

Wir fuhren gegen 10 Uhr los, da sie gegen 10:30 immer müde wird. Punkt 10:30 schlief sie tatsächlich ganz entspannt mit einem Buch in der Hand ein.

Nach einer Stunde wurde sie kurz wach, sah uns über den Spiegel grummelig an und schlief dann noch mal eine Stunde. Quasi Checkpot! So schafften wir genau die Hälfte der Strecke, bis wir eine Pause machen mussten.

Zum Glück war super schönes Wetter und so konnten wir uns mit einer Decke auf eine Wiese am Rastplatz setzen, etwas trinken, essen und ein wenig bewegen.

Als wir die Fahrt wieder aufnahmen war das Augustmädchen plötzlich untröstlich, obwohl ich ab da schon neben ihr saß. Der Grund war wohl, dass ihr schlecht wurde. Sie musste sich leider übergeben, als wir auch noch mitten in einer langen Baustelle steckten. Kaum war „raus was raus musste“ lachte sie wieder und wollte dann leider einschlafen! AAAAH! Ich wischte sie so gut wie möglich sauber [aus Erfahrung – durch meinen Bruder… – hatten wir hinten schon ein Handtuch und Spucktücher], bis wir nach der Baustelle halten konnten. Den Sitz hatte sie zum Glück nicht getroffen! *puh* Auf dem Rastplatz haben wir sie dann noch gewaschen und umgezogen, ich habe sie gestillt und es ging weiter. Ihr ging es wieder richtig gut.

Müde war sie dann doch nicht mehr und so habe ich ihr ein Buch nach dem anderen angereicht. Für den Fall der Fälle saß ich trotzdem noch hinten. Kurze Zeit später ist sie dann doch wieder eingeschlafen, bis kurz vor Ankunft. Die Hinfahrt dauerte 7,5 Stunden.

Auf dem Rückweg sind wir früher los gefahren, nämlich um 9 Uhr. Trotzdem schlief sie innerhalb der ersten 30 Minuten im Auto ein. Gewundert hat es mich nicht, da die ganze Woche für sie sehr anstrengend war. Erst zwei Tage Geburtstagsfeier, dann vier Tage in fremder Umgebung unterwegs – sogar für mich war das sehr anstrengend.

Sie schlief knapp 2 Stunden, wir machten eine Pause, ich wechselte wieder auf die Rückbank und ab dann war der Wurm drinnen. Es regnete die ganze Fahrt lang und so waren wir die ganze Zeit im Auto gefangen. Wir hörten Musik, ich habe gesungen und Fingerspiele vorgeführt… Bücher, vor allem ihr Fotoalbum, haben sie gut abgelenkt. Irgendwann sind wir beide dann eingeschlafen. :) Auf der Rückfahrt mussten wir insgesamt 3 Pausen machen und wir brauchten 8 Stunden. Den Sitzbezug mussten wir dann auch abziehen, da er ein wenig unter Gurke und Kekskrümeln leiden musste.

DSC_0338

Ein Blick in ihren Reiserucksack. Verschiedene kleine Bücher, ihr Minibeißring an ihrer Schnullerkette, Perlen an einer Lederschnur zum „Armband“ gebunden, eine kleine Rennmaus, ein kleiner Igelball, ihr Wichtel, das Fotoalbum mit Fotos von ihr / uns / Freunden / Familie, ihre zwei Holzenten,…

nicht im Bild – die Cds, da diese im Auto liegen.

Zu essen gab es unterwegs kleine Kekse, Dinkelwaffel, Gurke, Apfel, Frucht/ Gemüse/Getreidequetschie [je Fahrt nur eines und nicht während der Fahrt, sondern in der Pause…]. Wenn sie im Auto isst, dann nur wenn ich hinten bei ihr sitze. Zu trinken gab es Wasser aus einer ganz normalen Wasserflasche bzw. wurde sie je Strecke 1x gestillt.

Unverzichtbar waren für uns vor allem auf der Hinfahrt die Fenstersocken und die Klimaanlage. Ohne diese hätten wir die Fahrt anders – nämlich über Nacht – geplant. Die Decke [und sogar eine Strandmuschel] haben wir übrigens immer im Auto. ;)

Ja, ich bin ein wenig verrückt und gerne für alle Fälle eingerichtet.

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2 Gedanken zu “Acht lange Stunden

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